Eintauchen in das neue Familienleben

Alltags-Erledigungen im neuen Zuhause- und alles ist anders

Wir leben uns langsam in unserem Zuhause, verfügen endlich über eine Inland-Mobile Nummer, die Versicherungen sind abgeschlossen  und sämtliche Registrierungen die ein solcher Umzug mit sich bringt sind soweit erledigt. Für all diese Tätigkeiten benötigen wir unheimlich viel Zeit und Geduld. Für mein Relativ-Visum in Cape Town, benötigten wir mehrere Tage inkl. Fahrt nach Cape Town zum Home Affairs-Office (und wir sind ja dort nicht gerade die einzigen..).  Wenn man so stundenlang wartet, beobachtet man all die anderen Wartenden. Mir fällt auf, wieviele Personen aus Zimbabwe und Malawi um uns herum sitzen, die einen Aufenthaltsstatus in Südafrika beantragen möchten. Kein einfaches Unterfangen, weil Südafrika selbst schon eine Arbeitslosenquote von knapp einem Drittel aufweist. Trotzdem erhoffen sie sich Chancen, hier ein besseres Leben zu haben als in ihrem Herkunftsland- das macht nachdenklich und zeigt, wie privilegiert wir als schweiz/südafrikanische Familie sind. 

hnliches Foto
Beispielfoto im Wartesaal der Home Affairs in Südafrika: Wichtig ist, viel Geduld und Leichtigkeit  mitnehmen..

Day by day ging es vorwärts. Anspruchsvoll zeigte sich unsere Suche nach dem geeigneten Immobilienprojekt in den nächsten Monaten- denn wir wollten an unserem Projekt "Wohnen und Arbeiten auf einer Guestfarm" festhalten.
Auch wenn durchaus geeignete Immobilien auf dem Markt waren, galt es für uns doch vieles zu beachten, was für uns stimmen musste um zu kaufen. Viele interesante Objekte hatten so immense Mängel, dass die Umbaukosten massiv hoch gewesen wären mit dem Wissen, dass Fachpersonen im Baugewerbe sehr rar sind. Zudem galt es immer den Zugang zu fliessendem  Wasser sicher zu stellen- in Südafrika gibt es zu viele Gegenden, die sich aufgrund des Wassermangels als nicht wohnbar herausstellten. 

Natürlich verfolgten wir auch die politische Situation mit der Abwahl vom Präsidenten Zuma und den Plänen des designierten Präsidenten Ramaphosa sowie die gesamte Dynamik im Lande inklusive Währungs-Schwankungen, was für den Zeitpuntk eines Immobilienkaufs mit eine Rolle spielte. 
Wir waren zudem überzeugt von der Schule unserer Kindern und wollten keinesfalls einen Wechsel der Schule wegen eines Umzuges in Betracht ziehen.    

IMG_1817JPGSchulaufgaben nach dem Generation School Modell. Miika is preparing for his chess club.

Und das allerwichtigste: Es braucht viel, viel Zeit um in einem Land anzukommen, wo vieles ganz anders funktioniert, als man es sich gewohnt ist. Für uns hiess es, sich auf all das Neue einzulassen, ohne zu werten und zu vergleichen und unseren eigenen Weg finden. 

Ein Grund, weshalb wir aus der "Komfortzone Schweiz" ausgestiegen sind, um Neues zu lernen und gemeinsam weiter zu gehen. 

IMG_1807JPG     Alles ist anders: "Alle 60 Sekunden vergeht in Afrika eine Minute"

IMG_3231JPG
I'm on my way...