Oktober 2017: Schulstart für Annikki und Miika in der Generation, Hermanus

Eine völlig andere Schule mit neuer Sprache

Wer an diesem Morgen mehr aufgeregt war, kann ich kaum einschätzen: Die Eltern oder unsere Kinder!? Man wünscht sich als Eltern nichts sehnlicher als das es einfach ein positiver Tag für die Kinder werden soll.
Unsere Kinder besuchen die Privatschule Generation in Hermanus, was etwa 15 Autofahrminuten von Stanford entfernt ist. Die Schule unterrichtet auf einer Montessori Basis mit einem Cambridge Curriculum.
Die Kinder freuten sich einerseits neue Kinder kennen zu lernen und andererseits war ihnen klar, dass sie ab sofort nur noch in englisch unterrichtet werden- keiner um sie herum spricht mehr Deutsch und sie kannten niemanden. 

Natürlich ist alles anders: Wir fuhren mit dem Auto zur Schule (später dann mit dem Schulbus), die Schule liegt zwar schön im Grünen ist jedoch von einem Zaun umgeben. Die Kinder tragen eine Art Schuluniform, die glücklicherweise nur aus einem Oberteil und Mütze besteht. Alles ungewohnte Dinge, die Annikki und Miika an diesem ersten Schultag wahrnahmen. 

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Miika an seinem ersten Schultag: Statt schreiben wird gemalt...

Nach kurzer Begrüssung, verschwanden Annikki und Miika in ihren Klassen. Ich kann kaum beschreiben, wie es sich als Eltern anfühlte, man leidet einfach mit und hofft, ein Lächeln auf den Lippen der Kinder zu erhaschen.
Das Schulsystem unterscheidet sich von dem was Annikki und Miika gewohnt waren vollständig: Die Kinder sitzen klassenübergreifend an Tischen, arbeiten am Boden oder sind draussen am Arbeiten.  Es wird viel geredet oder besser gesagt, viel diskutiert. Und doch scheint jedes Kind zu wissen, was es zu tun hat.  Unsere Kinder waren an diesem Tag unheimlich tapfer- trotzdem sie noch nicht all zu viel sprachlich verstanden, fanden sie schon etwas Anschluss zu den Kindern. Statt Schreiben, malte Miika und Annikki schlug sich wacker mit ihren wenigen Englischkenntnissen durch.

IMG_1287JPGAnnikki war so tapfer und hat ihre Englischkenntnisse zum Besten gegeben

Ich war sehr erleichtert, dass unsere Kinder nicht die "steifen" Schuluniformen in der Generation School tragen müssen, wie es sonst in den Schulen in diesem Land üblich ist. Es hält sich mit Shirts, Hoodies und Jacket's absolut in Grenzen. Und die Kinder tragen diese Sachen ganz gerne. Mehr und mehr schätze ich die Kleider, weil es um einiges weniger zu Diskussionen Frühmorgens kommt, was sie anziehen möchten- vor allem mit Annikki ist der Morgen dadurch sooo viel entspannter!

IMG_1294JPG Annikki und Miika bei  Heather im School-Office: Anprobieren der Schuluniformen

Knapp ein Jahr nach der Einschulung in der Generation, sind die Kinder sehr gut in die Klassen integriert. Beide haben Freunde gefunden und lieben es, auch nach der Schule an Freifächern (Sport, Schach, Chor etc.) teilzunehmen. Miika hat den Fussball so richtig erst in Südafrika entdeckt- er liebt es, an Fussballwettkämpfen teilzunehmen und reist dazu schon mal mit seinem Team nach Cape Town. Und Annikki ist vor allem happy in ihrem Chor und spielt gerne Hockey, auch sie hat schon einige Turniere hinter sich. Weiter so, wir sind stolz auf unsere zwei Kinder. 

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Annikki und Miika in der Generation School: Mothers Day Celebration in Generation School