Südafrika Reise Part III: Abstecher nach Swasiland und Besuch im Krüger Park

Swasiland- Königreich der Nashörner

Von St. Lucia ging die Reise weiter auf einen Abstecher in das Königreich Swasiland. Tibor und ich reisten nicht zum ersten Mal in dieses kleine aber sehr fortschrittliche Land in Sachen Wildlife. Wir wollten deshalb gerne mit unseren Eltern und Kinder das Königreich besuchen, verbunden mit einer Bush Lodge  im Hlane Royal National Park


Das Bush-Camp zeichnet sich durch seine Gastfreundschaft und des Camps inmitten des Busches mit einer hohen Anzahl von Nashörnern aus. Das Camp verfügt, ausser im Restaurant, über keinen Strom. Das macht die Atmosphäre im Camp umso einzigartiger. Abends werden überall Fackeln und Petroleumlampen angezündet, die den Weg säumen. Das Wasserloch befand sich in unmittelbarer Nähe zu den Unterkünften.

Eindrücklich war sicher die abendliche Safaritour, als wir ein halbstarkes Löwenrudel entdeckten, die direkt auf uns zuliefen und sich auf den Weg zum Wasserloch befanden. Wir konnten sie eine ganze Weile begleiten. 

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...und plötzlich erscheint ein ganzer Rudel Löwen...

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Während der junge Löwe trank, hielt er Blickkontakt mit uns...

Die Tage waren ein Traum, abends genossen wir ein feines Essen direkt am Wasserloch, lasen, gingen spazieren, spielten Gesellschaftsspiele, genossen den Busch und gingen auf Safari-Tour.

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Meine Mutter und ich mit Lesestoff am Wasserloch...Miika und Grosspapi nach dem Frühstück

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Annikki mit Grosspapi am Wasserloch

Ein eindrückliches Erlebnis hatte ich und mein Vater als wir Morgens um halb sechs zum Wasserloch spazierten. Wir wurden für das frühe Aufstehen fürstlich mit 13 Nashörnern belohnt- atemberaubende Momente. Wohlwissend, dass diese Tiere so sehr gefährdet sind und ein so kostbares Wesen auf unserer Welt darstellen. Natürlich, wir holten schliesslich die ganze Familie "aus ihren Körbchen," um dieses Schauspiel mitzuerleben. 

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Szenen vom frühen Morgen am Wasserloch.

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Den Löwen "ganz nah" am Heilig Abend...

Nach drei tollen Busch-Tagen verliessen wir die Lodge, mit etwas Wehmut. Doch freuten wir uns auch auf ein Wiedersehen im Marloth Park wo wir die Weihnachtstage verbringen wollten. Das spezielle am Marloth Park ist, dass man sich direkt an der Grenze zum Krüger Park befindet und nur durch den Crocodile River und einem Zaun vom Park getrennt ist. Im Marloth Park befinden sich viele Ferienhäuser inmitten des Bushes, Wildtiere bewegen sich frei im Park, Raubtiere sind (generally!) nicht im Park. Das lässt die Möglichkeit zu, sich auch ohne Auto zu Fuss, mit dem Mountainbike etc. im Park, frei zu bewegen. 

Am ersten Morgen gingen wir frühmorgens um sechs zu Fuss los, zum Crocodile River und beobachteten die Elefanten, die mit einer grossen Herde den Fluss überquerten. In aller Stille bewegten sich die Riesen über den Fluss und warteten, bis die Letzten der Herde sicher an Land angekommen waren.

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Der Crocodile River bildet die Grenze zwischen Marloth Park und Krüger Park

Auf dem Rückweg trafen wir auf Giraffen, Böcke, Wildebeest und weitere Wildtiere, die sich zwischen den Häusern im Busch aufhielten. Völlig entspannt, genossen wir diese Tierbegegnungen.


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Besuch von Giraffen hinter unserem Cottage.

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Warthogs in neighbours garden...

Die nächsten Tage besuchten wir mit unserem Auto den Krüger Park. Auch wenn wir uns gut auskennen, im Krüger Park ist es jedesmal ein ungewisses Abenteuer. Man weiss nie, welche Tiere man antreffen wird und ob.
Beim Eingang über die Brücke vom Crocodile River, waren unsere Kids schon "auf der Lauer" - und tatsächlich sahen wir schon das erste Krokodil.
So viele riesige Elefantenherde wie wir diese Tage im Krüger Park sahen hatten wir bisher noch nie im Krüger beobachten können. 

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Besonders lohnenswert sind die "geheimen Aussichtspunkte" im Krüger Park, man geniesst die endlose Weite und Wildlife-Szenerie.

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Giraffen kreuzten unzählige Male unsere Wege, ich mag ihre Freundlichkeit und grazile Art. 
Keiner unserer drei Tage Safari war gleich, so viele Beobachtungen von Tieren ist ein Traum, umso besser man sich auskennt umso geübter wird man,  die Tiere in ihrer getarnten Umgebung zu entdecken. Unsere Kinder entwickelten sich zu richtiggehende Meister in "Wildlife discovery".

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Krüger Park Szenen, wo unser "Safari-Herz" Sprünge vor Freude macht...

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Wenn ein Cheetha den Weg kreuzt...schliesslich verliess er knurrend und fauchend die Strasse

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Gute Beobachter schauen durch die Büsche hindurch und sehen Einzigartiges...

Der Weihnachtsabend wollten wir dann bei einem schönen Grillabend draussen bei unserer Hütte im Bush verbringen. Alles war bereit und die Sachen auf dem Grill- dann hörten wir das Löwengebrüll. Es kam immer näher bis wir bemerkten (und auch unsere Nachbarn), dass sich die Löwen im offenen Feld hinter unserem Haus befanden! Wir erinnerten uns an die Notizen beim Eingang Marloth  Park und unserer Vermieterin, die uns darauf hinwiesen, dass sich momentan Löwen im Marloth Park aufhielten, die durch eine Lücke im Zaun vom Krüger Park hinüber kamen um zu jagen. Unsere Vermieterin empfahl uns deshalb,  bei Anbrechen der Dunkelheit sich nicht von der Hütte zu entfernen. 

Das Gebrüll kam immer näher.  Es gab nicht mehr viel zu diskutieren, ich schrie die Kinder an, sofort in das Haus zu gehen und wir schnappten unser Festessen und rannten in das Haus. Mein Vater konnte es dann nicht lassen und ging nochmals raus, weil er seine Kleider auf der Wäschehänge gefährdet sah! 

Wir waren alle sehr aufgeregt aber es war natürlich auch ein riiiiesiges Abenteuer. Schliesslich gingen wir auf den oberen Balkon und versuchten in der Dunkelheit, die Löwen auszumachen und genossen das Löwengebrüll aus sicherer Höhe. 

Den Spaziergang am Weihnachtsmorgen liessen wir dann ausfallen. So schnell werden wir alle diesen Heiligen Abend nicht vergessen- ein Erlebnis, dass unsere Kinder wohl noch lange weiter erzählen werden!

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Alles noch in Ordnung: Heilig Abend im Marloth Park..wer hätte gedacht, wie der Abend noch enden würde! Kurz nachdem wir die Zebras fütterten, gab es Löwengebrüll- danach waren alle Wildtiere verschwunden- wen wunderts!?