Sossusvlei

Bildschirmfoto 2017-10-31 um 230105png
Und weiter führt die Reise uns durch den Namib Naukluft Nationalpark an einen einzigartigen Ort, nach Sossusvlei. Tibor und ich waren vor 15 Jahren schon einmal da und wir wollen diesen doch so speziellen Ort unbedingt unseren Kindern zeigen. Auf der langen Autofahrt in Richtung Sossusvlei machten wir nach stundenlanger Autofahrt mit Holper-Piste (inkl. zum Verschnaufen auch mal wenige Kilometer Asphalt...halleluja!!), Halt in Solitaire. Ein winzig kleines Örtchen im Nirgends, mit einer Lodge und sagenhaft leckerem Gebäck! Ein definitiver "Muss-Stopp", um "aufzutanken"! Umso sehenswerter, weil ein sehr spannender Autofriedhof das kleine Örtchen schmückt!

IMG_0758JPG IMG_0759JPG
Zwischendurch darf es auch mal Teerstrasse sein... was für eine schöne Abwechslung!

IMG_0774JPG
Auf dem Weg nach Sossusvlei, bei Solitaire ist ein Stop unbedingt notwendig- unglaublich, aber hier gibt es die besten Croissants und Gebäck in der ganzen "Wüstengegenden" und für Tibor und Miika v.a. die spannendsten Karosserien!!

IMG_0765JPG
IMG_0772JPG IMG_0769JPG
In Solitaire darf auch ein "kleiner Mann" mal hinter das Steuer...

DSC05978JPG
DSC05979JPG DSC05980JPG

Abends kommen wir im Sossusvlei Nationalpark an und buchen im Reservat eine Übernachtung in der wunderschönen Sossusvlei Dune Lodge. Wir übernachten im Zelt-Rondavel in schönster Natur. Wein, Natur pur (...und Appeltiser) und der afrikanische Sternenhimmel, herrlich! Wir schlafen wunderbar. 

IMG_0777JPG IMG_5216JPG
Unsere Lodge in Sossusvlei.

DSC05984JPG 
DSC05999JPG

Am Morgen fahren wir zeitig los um das "Herzstück" von Sossusvlei zu besichtigen. Zeitlich sind wir super dran und denken, dass wir noch richtig viel Zeit in der Wüste verbringen werden... - der Tag verliäuft dann allerdings etwas anders: 

DSC06002JPG
Auf der Fahrt zur Sossousvlei, im Hintergrund die hohen Dünen der Namib- sie zählen zu den höchsten Dünen der Welt. 

DSC06005JPG

Tibor war schon immer der begeisterte Abenteurer und machte auch nicht Stopp vor den letzten 5km "only 4x4", da wir ja schliesslich einen geeigneten Wagen gemietet haben! Bei den ersten Sanddünen frage ich dann auch nochmals nach, ob wir nicht doch mit einem Jeep-Shuttle reinfahren sollten. Nein, nein "ein bisschen Abenteuer muss sein...", war Tibi's Antwort. 
Kurz darauf sitzen wir dann im Sand fest! Wunderbar, die Sonne brennt. Es gesellt sich nach kurzer Zeit ein zweiter Wagen zu uns, auch ohne Möglichkeit, wieder los zu kommen. Das ist doch ganz nett, wenn es nicht so heiss wäre, dann wäre es ein schöner Ort mit anderen Reisenden zu plaudern. 

IMG_0792JPG IMG_0793JPG
Es ist heiss... Miika hat mal genug vom Rumstehen, während Tibor noch Luft aus dem Pneu
lässt... - geholfen wird gegenseitig.

In etwas "hitziger" Situation entstehen so unglaublich freundschaftliche Begegnungen mit anderen Reisenden. Endlich naht Rettung, wir werden (wie weitere Reisende) von einer Gruppe Südafrikaner aus Cape Town, mit dem Landcruiser herausgezogen. Die Freude ist gross über die Rettung und es wird  noch lange über die weitere Reiseroute diskutiert. Kontakte werden ausgetauscht, wir sehen uns im Kap wieder!

IMG_5228JPG
Unsere "Retter" in Action, echte Abenteurer helfen sich gegenseitig- mit diesem Landcruiser und der super netten Crew wird auch unser Auto wieder "fahrtüchtig" gemacht! 


IMG_0795JPG DSC06008JPG
Nach der "Rettungsaktion" wird ausgetauscht... Strasse nach Sossousvlei.

Zwei Stunden später (wir fahren die 5km mit dem Jeep-Shuttle hinein), können wir endlich unsere Wanderung in den Dünen beginnen. Ein zwar etwas anstrengender Aufstieg über die Dünen aber ein riesen Spass für uns alle! Die Kinder lieben es, die hohen Dünen zu erklimmen. Etwas Mut braucht es dann auch, die Dünen hinunter zu rennen...ein herrlicher Spass, auch wenn die sehr trockene Hitze zu spüren ist. Angekommen im "Deadvlei" ist es einfach nur eindrücklich: Die riesigen roten Sanddünen durch den hohen Eisengehalt und in der Mitte die "Deadvlei" (ausgetrockneter Lehm) mit den skurrilen, toten Bäumen. Ein Ort zum inne Halten. 

IMG_0799JPG
Beim Start der Dünenwanderung.

IMG_0801JPG DSC06019JPG   IMG_0806JPG
Panoramabild...mit Tibi, Miika und Annikki.

IMG_0823JPG IMG_0838JPG
Annikki leert die Schuhe, nachdem wir zwei die Dünen hinunter gerannt sind. 

IMG_0837JPG
Tibi und Miika nach ihrer Rückkehr der Dünenbesteigungen im Deadvlei.

IMG_0832JPG
Eindrückliche Bilder vom Deadvlei.

Glücklich und müde, kehren wir (per Shuttel!) zu unserem Auto zurück. Wir wollten noch ein Stück weiter fahren in Richtung Lüderitz. Langsam wird es Abend. In Helmeringshausen werden wir mit einem "fully booked out!" empfangen. Etliche Reisegruppen sind unterwegs, deshalb haben wir schliesslich grosse Mühe, eine Übernachtung zu finden. Wir versuchen es an weiteren Guestfarmen und Lodges, leider erfolglos. Schliesslich bleibt uns nichts anders übrig, als im Dunkeln nach "Aus" weiter zu fahren. Es wird stockdunkel, natürlich keine Strassenbeleuchtung und ausschliesslich Gravel Road... absolut tote Strasse, einsamer als einsam unterwegs. 

Ich höre ein Rumpeln und fragte Tibor so beiläufig, ob das vielleicht ein Pneu sei? "Nein, nein, das ist nur der Auspuff der abgefallen ist, aber wir fahren weiter, ich halte hier nicht an." Das war Tibi's Antwort. Sekunden später steht unser Auto im stockdunkeln, im Nirgends. Ahnungslos, ob Menschen herum sind, wenn ja, ob diese auch nett sind??? Zudem: Wir sind hier im Gebiet mit etlichen unangenehmen Wild- und Raubtieren!  Mit der Lampe bewaffnet steigen Tibor und ich aus, die Kinder avisierten wir, immer nach vorne und hinten auf die Strasse zu schauen und uns zu "alarmieren" wenn was käme. Ein Lichtschein auf den Pneu, zeigt das Desaster: Der Pneu ist total zerfetzt! Pneu wechseln in absoluter Finsternis! Der Ersatzpneu ist dann auch sehr "intelligent" unterhalb des Autos montiert und mit einem zusätzlichen Schloss versehen... auch diesen Schlüssel finden wir schliesslich im Handschuhfach! Gottseidank. Plötzlich Lichter, ein Wagen rast auf uns zu. Es wird uns mulmig, wir wissen klar, nun wären wir ausgeliefert. Der Wagen kommt näher, blendet uns an. Wohl selber erst abcheckend, was wir hier machen, nähert er sich. Es sind zwei Männer, auf dem Weg nach Lüderitz- alles okay. Nach kurzem Smalltalk und Angebot zur Hilfe, fahren sie weiter und wünschen uns viel Glück. Wir schaffen es schliesslich in einem flotten Tempo! Schnell einsteigen,  Weiterfahrt auf Schotterpiste mit Schlaglöchern und dem Stossgebet- nun einfach keine weitere Reifenpanne zu haben!!!

IMG_5256JPG
..."ohne Worte"....

Schliesslich kommen wir in der Ortschaft: "Aus" (der Name passte perfekt zu unserem Gemütszustand), an. Wir haben ein Zimmer! Beim Empfang meinten sie, "ihr seht aus, als hattet ihr eine Reifenpanne..." ha, witzig!!!
Um 21.30h essen wir noch was- und werden belohnt mit einer wunderschönen Gesangs- und Tanzeinlage der gesamten Küchencrew. So wunderschöne, erdige und afrikanische Klänge. Wir sind gerührt, die Stimmen gehen richtig tief ins Herz, die Lebensfreude und Lebenskraft ist so spürbar. Afrika.

Unglaublich müde und überaus dankbar, fallen wir endlich ins Bett.

IMG_0840JPG
Müde, aber so glücklich, lauschen wir den afrikanischen Klängen der gesamten Küchen-Crew.